Konzept des Projektes Familienpaten




Wer ist Träger des Projektes? Was soll erreicht werden?
Das Schweriner Bündnis für Familie ist Träger des Projektes. Das Bündnis ist ein Zusammenschluss
von Partnern aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen.
Wir verstehen uns als Plattform für alle, die sich für Familienfreundlichkeit in Schwerin einsetzen,
Familienthemen öffentlich machen und konkret umsetzbare Lösungen entwickeln wollen.
Unsere Ziele erreichen wir, indem wir uns vernetzen, kooperieren, Öffentlichkeit für Belange
der Familien schaffen und Träger und Unterstützer von Aktionen, Initiativen und Projekten
wie z. B. den „Familienpaten“ sind. Aufgabe aller Akteure in Schwerin ist es, für Familien ein
familienfreundliches Lebens-, Arbeits- und Wohnumfeld zu schaffen und im Alltag zu unterstützen.


Welches Ziel hat das Projekt „Familienpaten“ des Schweriner Bündnisses für Familie?
Die Projektidee „Familienpaten“ soll realisiert werden, um vorübergehende Hilfen für Familien als
Ergänzung zu bereits bestehenden Angeboten anzubieten. Ziel ist es, Mütter und Väter zu stärken
und ihnen bei der Organisation des Familienalltags zu helfen, um den komplexen Anforderungen
an Arbeitskräfte des heutigen Arbeitsmarktes gerecht werden zu können.


Für wen kommt die Unterstützung durch Familienpaten in Betracht?
Familienpatenschaften werden dort helfen können, wo es für Familien schwierig wird,
berufliche Anforderungen, Arbeitszeiten und Kinderbetreuung, die Betreuung von
pflegebedürftigen Angehörigen oder den Wiedereinstieg allein zu bewältigen. Alle Familien, die
Entlastung und Unterstützung im Alltag oder in einer schwierigen Lebenslage suchen,
die nicht von professionellen Diensten übernommen wird, können Familienpaten in Anspruch nehmen.
Familien soll bei der Suche nach einer langfristigen Lösung ihrer Problemlage geholfen werden.
Mit "Familie" sind alle Lebensgemeinschaften mit Kindern bis zum Erwachsenenalter gemeint.


Was ist ein Familienpate?
Familienpaten sind Ehrenamtliche, die speziell auf diese Tätigkeit vorbereitet wurden und
den Familien leicht erreichbare und unbürokratische Hilfe anbieten.

- Familienpatinnen und -paten unterstützen "ihre" Familie auf partnerschaftlicher Ebene
bei der Alltagsbewältigung. Sie stehen den Familienmitgliedern als Ansprechpartner und Freund,
Helfer und Vertrauensperson zur Seite.

- Sie gehen in Absprache mit der Familie in einer von ihnen selbst gewählten Zeit als Partner
für Kinder und Eltern in die Familie.

- Sie schenken den Kindern ungeteilte Aufmerksamkeit und Wertschätzung, neue Chancen für
Spiel, Erlebnisse, Entwicklung.

- Sie schenken den erziehenden Müttern und/oder Vätern oder pflegenden Angehörigeneine kleine
Auszeit, Raum für andere Aktivitäten, ihre Erfahrung, Ideen und Solidarität in familiären Fragen.

Die Familienpatenschaft soll vorübergehende Hilfe und kein Ersatz für professionelle Unterstützung sein.
Es ist ein unkompliziertes Unterstützungsangebot für Familien im Rahmen des bürgerschaftlichen
Engagements.


Was kann ein Familienpate für eine Familie tun?
Ein Familienpate kann:

- Väter und Mütter beim Wiedereinstieg ins Berufsleben entlasten,

- Familien bei der Organisation des Familienalltags zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und
Familie, z. B. hinsichtlich flexiblerer Betreuungszeiten, behilflich sein,

- Familien bei Krankheit oder Behinderung der Eltern oder Kinder unterstützen,

- Kinder beschäftigen und beaufsichtigen, Freizeitgestaltung mit den Kindern
z. B. Spielplatzbesuche, Kinderfeste etc. übernehmen,

- Familien z. B. im Haushalt, bei Einkäufen, Hausaufgaben, Wirtschaften etc. behilflich sein,

- Familien helfen, eine langfristige Lösung ihrer Problemlage zu erreichen,

- Familien beim Aufbau von nachbarschaftlichen Netzen unterstützen,

- Familien bei Behördengängen, beim Kontakt zu Schulen, Kindergärten usw. begleiten.


Welche Voraussetzungen muss ein Familienpate erfüllen?
Grundsätzlich benötigen Familienpatinnen oder –paten keine bestimmte berufliche Qualifikation.
Natürlich können Erfahrungen aus einer Tätigkeit in oder mit Familien hilfreich sein,
sind aber keine Voraussetzung.


Welche Anforderungen werden an Familienpaten gestellt?
Gefragt sind Menschen, die bereit sind, Familien in ihrer Alltagssituation, bei Problemen,
Sorgen und Nöten zu unterstützen. Dies erfordert eine bestimmte Belastbarkeit,
Toleranz und Unvoreingenommenheit.
Die Familienpatin oder der Familienpate muss bereit und fähig sein

- sich für eine bestimmte Zeit auf eine Familie einzulassen,

- vorurteilsfrei zu handeln,

- sich zu bemühen, eine vertrauensvolle Beziehung aufzubauen,

- problematische Verhaltensweisen in der Familie zu erkennen und anzusprechen,

- zuverlässig und verbindlich die vereinbarten Termine einzuhalten,

- sich auf diese Tätigkeit vorbereiten zu lassen,

- anvertraute Daten nicht ohne Absprache bzw. Erlaubnis an Dritte weiterzu-geben

- ein erweitertes, polizeiliches Führungszeugnis vorzulegen.


Unter welchen Rahmenbedingungen arbeitet das Familienpatenprojekt?
Das Projekt begann am 01. September 2011 und soll unbegrenzt arbeiten.
Das Schweriner Bündnis für Familie ist Projektträger und somit als Koordinierungs- und
Vermittlungsstelle aktiv. Für konzeptionelle Fragen und übergreifende Koordinierungsaufgaben
steht die Projektkoordination, das sind die Koordinatorinnen Eva-Maria Tempelhahn und Ingrid Mans,
zur Verfügung. Die Koordinatorinnen sind sowohl für Familien als auch für Familienpaten
Ansprechpartner für alle Anliegen der Patenschaft.
Familienpaten werden auf ihre ehrenamtliche Tätigkeit durch Beratung und in einem
Vorbereitungskurs eingestimmt. Außerdem werden die Familienpaten durch die Koordinatorinnen
und verschiedene Experten professionell begleitet.

Familienpaten sind über eine Haftpflicht- und Unfallsammelversicherung des Landes M-V abgesichert.
Alle weiteren versicherungstechnischen Details müssen die Patinnen und Paten und Familien
mit einander klären.


Mit welchen Einrichtungen arbeitet das Projekt zusammen?
Das Projekt arbeitet mit verschiedenen Bündnispartnern wie z. B. der Kita gGmbH,
der Familienbildungsstätte der AWO, dem Seniorenbüro Schwerin,
der Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle Schwerin, der BILSE GmbH,
den Mehrgenerationenhäusern, der VSP gGmbH, der Arbeitsagentur zusammen.
Weiterhin besteht eine gute Zusammenarbeit mit Institutionen wie z. B.

- der Stadtverwaltung (Jugendamt, Gesundheitsamt, Sozialamt etc.,)

- dem Koordinierungskreis „Frühe Hilfen“,

- den HELIOS-Kliniken,

- verschiedenen Bildungs- und Integrationseinrichtungen

- und mit verschiedenen Projekten.

In Kooperationen mit professionellen und ehrenamtlichen Partnern ergänzen die Familienpaten
vorhandene Angebote.


Welche Regeln gelten in Familienpatenschaften?

- Familienpatenschaft ist Hilfe zur Selbsthilfe.

- Bei den Familienpatenschaften steht nicht Fürsorge, sondern Partnerschaft im Vordergrund.

- Vermittelt werden sollen Personen, die persönlich zueinander passen und auf Augenhöhe
miteinander umgehen.

- Ein/e Familienpate/ -in soll in der Regel nicht „ein Leben lang“ mit einer Bezugsfamilie verbunden sein,
sondern auf Zeit, nämlich solange, wie beide Seiten an ihrer Beziehung Freude haben.

- Familienpatenschaften sind freiwillig.

- Mögliche Unterstützung und Hilfe werden in gegenseitiger Absprache vereinbart und umgesetzt.

- Alle Informationen werden vertraulich behandelt.

- Die Familien können sich darauf verlassen, dass sie erfahrene, einfühlsame und engagierte Paten
kennen lernen, die ihnen auf gleicher Augenhöhe begegnen.

- Die Paten können sich darauf verlassen, dass sie sich auf eine Weise in Familien engagieren können,
die zu ihren Erfahrungen, Fähigkeiten und Erwartungen passt.

Damit dies gelingt, sind ein gutes Kennenlernen und die Begleitung der Patenschaft erforderlich.
Wichtig ist auch eine Vereinbarung zwischen der Familie und dem Familienpaten,
die die wichtigsten Absprachen zur Patenschaft beinhalten sollte.



Zurück zu "Ich möchte Familienpate werden"

Zurück zu "Wir suchen einen Familienpaten"

Zurück zu "Informationen zum Projekt Familienpaten"